VOIP Begriffsindex - internes Nachschlagewerk |
ADSL
Die Asymmetric
Digital Subscriber Line (ADSL) ist der in Deutschland aktuell am häufigsten genutzte Breitband-Internetzugang. Asymmetrisch, weil die
Datenraten beim Empfang von Daten meistens deutlich höher ist als beim
Senden.
ANI
Die Automatic
Number Identification(ANI) ist die automatische Rufnummernerkennung, die
für die Rechnungsstellung benötigt
wird.
ATA
Ein Analog-Telefon-Adapter
(ATA) stellt eine Verbindung mit einem oder mehreren analogen Standardtelefonen über ein VoIP-Netz her. So können analoge
Telefone für VoIP weiter genutzt werden. Es ist so möglich, bei ausgeschaltetem
PC zu telefonieren und braucht ein bestehendes DSL-Modem nicht durch ein neues
Gerät zu ersetzen.
ATM
Der Asynchronous
Transfer Mode (ATM) teilt die Übertragungsdaten in kleine
Pakete, die so genannten Zellen. Sie werden mit einer festgelegten Länge
von 53 Bytes codiert. So können die Zellen einzeln und unabhängig
voneinander versandt und mehrere Datenströme gleichzeitig über eine
Leitung übertragen werden.
Audio-Codecs
Audio-Codecs sind
software- oder hardwaremäßige Funktionseinheiten,
in denen das Audiokompressionsverfahren umgesetzt wird. Beim Sender werden
die Daten komprimiert und codiert, beim Empfänger erfolgt Decodierung
und Dekompression.
Bandbreite
Die Bandbreite
bezeichnet die Kapazität einer VoIP-Verbindung in Kilobit
pro Sekunde. Einheit der Bandbreite sind Megahertz, sie beschreibt das Frequenzband,
in dem eine Übertragung stattfindet.
Bitrate
Bitrate bezeichnet
die Datenübertragungsrate, also die Menge an Daten,
die während eines festgelegten Zeitabschnitts übertragen werden.
Dabei ist die Geschwindigkeit, mit der die Daten übertragen werden, belanglos.
Die Messung erfolgt, indem Dateneinheiten pro Zeiteinheit gezählt werden.
Die kleinste Einheit ist das Bit, Bit/s, zu englisch bps, sind also die Bits,
die innerhalb einer Sekunde fließen.
CDR
Der Call Detail
Record (CDR) ist der Datensatz mit den Details eines Gesprächs.
Dieser Datensatz wird zwischen Telekommunikationsanbietern und Resellern ausgetauscht.
Sie sind die Basisdaten für die Rechnungsstellung.
Codec
Codecs sind Verfahren mit einem Codierer und einem Decodierer. In digitalen
Telefonen werden mit einem Codec analoge in digitale Signale umgewandelt und
umgekehrt. Sowohl als Hardware als auch als Software wandelt das Verfahren
die Daten.
CTI
Die Computer Telephony
Integration (CTI) integriert Telefon und PC. Es ermöglicht
den automatischen Verbindungsaufbau, die Annahme und Beendigung von Telefonaten
sowie deren Vermittlung per Computer.
Delay
Delay (engl.:
Verzögerung) bezeichnet in der Telekommunikation ganz allgemein
Verzögerungen bei der Datenübermittlung.
DHCP
Das Dynamic Host
Configuration Protocol (DHCP) ermöglicht die dynamische
Zuweisung einer IP-Adresse in einem Netzwerk über einen Server. So wird
die Einbindung eines neuen Clients in ein Netzwerk ohne weitere Konfigurationen
möglich. DHCP vergibt die dafür notwendigen Parameter beim Rechnerstart
automatisch.
ENUM (tElephone NUmber Mapping)
Die Abkürzung bezeichnet die Methode, mit der klassische Telefonnummern
für VoIP in internettaugliche Domains umgesetzt werden. Das Ziel von ENUM
ist, verschiedene Nummern, etwa für Privat- und Firmen-Telefon, Fax sowie
URLs unter einer einzigenTelefonnummer zusammen zu fassen und bereit zu stellen.
e164.arpa
.arpa ist eine
Toplevel-Domain und wird für Internet-Ressourcen der IETF
(Internet Engineering Task Force) genutzt. E164 ist die dazugehörige Subdomain. „e164.arpa“ ist
das Domain Suffix, das an die Telefonnummer angehängt wird, nachdem diese
den ENUM-Regeln entsprechend VoIP-fähig umgewandelt wurde.
Gateway
Der Gateway (übersetzt: Durchgang) ermöglicht die Telefonie zwischen
VoIP-Anwendern und Usern mit herkömmlichen Telefon. Der Vermittlungsrechner
empfängt beispielsweise eine Anfrage aus dem Kommunikationsnetzwerk mit
IP-Telefonen, wählt die gewünschte Nummer im herkömmlichen Telefonnetz
und leitet die Anfrage weiter.
Hardphone
Im Gegensatz zum Softphone handelt es sich bei einem Hardphone um ein physisches
IP-Telefon.
Hybridanlagen
Hybridanlagen
sind spezielle IP-Module, die es ermöglichen, eine herkömmliche
Telefonanlage zu erweitern und so VoIP zu ermöglichen. Klassische digitale
und analoge Telefonie und VoIP können beim Einsatz einer Hybridanlage
gleichzeitig betrieben werden.
Internet-Telefonie
Hierunter werden
Telefonate zwischen einzelnen Teilnehmern über das Internet
verstanden. Die Basis hierfür bildet die VoIP-Technologie.
IP
IP ist die Abkürzung für Internet Protocol. Es handelt sich hierbei
um ein weit verbreitetes Netzwerkprotokoll für Computernetze und ist die
Grundlage des Internet. IP-Adressen benennen einzelne Computer in einem Netzwerk
eindeutig. So ist es möglich, Verbindungen zwischen den jeweiligen ans
Netzwerk angeschlossenen Computer aufzubauen.
IP DECT
IP DECT vereint
die Vorteile der IP-Telefonie mit der Qualität und den
Möglichkeiten der in der Wireless-Kommunikation bereits lang etablierten
DECT-Technologie. Die Verknüpfung von IP- und DECT-Telefonie ist besonders
attraktiv für Unternehmen, die den Umstieg auf ein Voice-over-IP-Netzwerk
planen oder bereits vollzogen haben. Für diese Technik sind IP DECT-fähige
Telefone als Endgerät notwendig oder ein Adapter, der sich etwa an einen
PC anschließen lässt und über den dann auch mit einem herkömmlichen
DECT-Gerät telefoniert werden kann.
IP-PBX
IP-PBX sind IP-Telefonanlagen
auf Software-Basis. Sie regeln den Sprachverkehr über
das lokale IP-Netz.
Jitter
So werden Laufzeitschwankungen
bezeichnet. Da bei der Datenübertragung
von Sprachpaketen über das Internet nicht vorausgesagt werden kann, wann
und in welcher Reihenfolge die einzelnen Pakete beim Empfänger eintreffen,
werden die einzelnen Pakete im Endgerät des Empfängers gepuffert,
um sie dann möglichst kontinuierlich auszugeben.
Latenz
Die Latenz bezeichnet
die Verzögerung zwischen zwei Endgeräten bei
der Sprachübermittlung in eine Richtung von dem Moment des zuletzt gesprochenen
Wortes bis zum Empfang dieses zuletzt gesprochenen Wortes. Akzeptabel ist eine
Latenz bis zu 400 ms.
Phone Out
Phone Out bezeichnet Telefonate aus einem VoIP-Netz ins Festnetz.
QoS
Die Quality of Service (QoS) bezeichnet die Dienstgüte in Kommunikationsnetzen.
In Datennetzen
regelt QoS die Priorisierung von IP-Datenpaketen. Um beispielsweise bei VoIP
eine fehlerfreie
Verbindung ohne Abreißen des Datenstroms zu
erhalten, wird dieser Dienst auf Basis von QoS stärker bevorzugt als andere
zeitgleich die Kapazitäten des Datennetzes beanspruchende Daten.
SDP
Das Session Description Protocol (SDP) verwaltet einzelne IP-Telefonie-Sitzungen.
SDP regelt dabei die Aushandlung des verwendeten Codecs und Transportprotokolle.
SIP
Das Session Initiation
Protocol (SIP) ist ein Signalisierungsstandard bei VoIP. Er baut ein Gespräch auf- oder ab, kann es umleiten oder in ein
Providernetz einbuchen. Zudem verfügt SIP über viele Telefonie-Merkmale, ähnlich
den Zusatzleistungen von ISDN.
SIP Trunking
SIP Trunking bezeichnt
eine Verbindung zwischen einer TK-Anlage über
VoIP und dem herkömmlichen Festnetz. Nach außen verhält sich
der VoIP-Anschluss in allen Leistungsmerkmalen wie ein herkömmlicher Telefonanschluss.
Softphone
Ein Softphone
ist Software. Ist sie auf einem Computer installiert ist es möglich, mit dem Softphone auf VoIP-Basis zu telefonieren. Hierfür
werden neben dem eingeschalteten PC eine Soundkarte sowie Headset oder Lautsprecher
mit Mikrofon benötig.
Softswitch-Telefonanlagen
Ein Softswitch
ist eine Netzwerkkomponente auf Software-Basis für IP-basierte
Telefonie. Ein Softswitch konvertiert Media-Streams zwischen zwei unterschiedlichen
Netztechniken, etwa VoIP aus einem IP-Netz in PCM-Sprache im Telefonnetz.
STUN
Das Netzwerkprotokoll
Simple traversal of UDP over NATs (STUN) kommt beispielsweise in IP-Telefonen
zum
Einsatz. Es identifiziert Firewalls und NAT-Routern, um
diese umgehen zu können. Einzelne Geräte verbinden sich dabei zu
einem STUN-Server, um aus dem Internet erreichbar zu sein, ohne dabei die Firewall-Einstellungen ändern
zu müssen.
TCP
Das Transmission
Control Protocol (TCP) ist ein verbindungsorientiertes Transportprotokoll
in Computernetzwerken.
Es ist Teil der TCP/IP-Protokollfamilie. Es baut einen
Datentransportweg zwischen zwei Rechnern auf, um zwischen ihnen Daten übertragen
zu können.
Telephone Number Mapping
vgl. ENUM
Toll Bypass
Diese Technik stammt noch aus den ersten Tagen des VoIP und bezeichnet das
Telefonieren mittels zweier Gateways und des Internets unter Umgehung des Festnetzes.
Transcoder
Ein Transcoder stellt Verbindungen zwischen Schnittstellen her, deren Daten
mit unterschiedlichen Codecs digitalisiert sind.
Verzögerung
Die Verzögerungs- oder Wartezeit bezeichnet die Zeitspanne, um die ein
Signal verzögert beim Empfänger eintrifft. Im Audio-Codecs und der
Paketierung im Sender kann die Verzögerung zwischen 20 ms und 25 ms betragen,
für die Zwischenspeicherung im Netzbereich können Verzögerungen
bis zu 700 ms auftreten.
VoIP
Voice over IP (VoIP) beschreibt das Telefonieren über ein Computernetzwerk mithilfe des Internetprotokolls. Hierbei wird das Gespräch über das Internet übertragen. Dabei wird die Sprachübertragung digitalisiert, in kleine Datenpakete komprimiert und übertragen. Beim Empfänger sorgt wiederum ein Wandler dafür, dass die digitalen Daten in analoge Klänge übertragen werden.
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